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Der folgende Beitrag erscheint unter gleichem Titel in einer Publikation des Staatlichen Museums Schwerin, siehe: Marcel Duchamp, Cantz: Ostfildern, 2003 (bearbeitet von Gerhard Graulich, Kornelia von Berswordt-Wallrabe, Markus Dauss, Sabine Fett, Kornelia R�der, etc.

Von Readymades und "Asstricks"

Forschungsergebnisse des Art Science Research Laboratory
zu drei Werken Marcel Duchamps

von Thomas Girst


 

Pariser Luft (50 cc), 1919/1964 (20)

Im Januar 1968 teilt Salvador Dal� in seiner gewohnt hyperbolischen Schreibweise mit, dass "Duchamp K�nig sein k�nnte, wenn er anstatt der 'Schokoladenreibe' eine 'Heilige Ampulle' hergestellt h�tte, das einzigartige, g�ttliche Readymade, um sich selber damit zu salben. Duchamp h�tte dann in Rheims gekr�nt werden k�nnen." (21) Seitdem der heidnische Begr�nder des Frankenreiches, Clovis I., aufgrund der vereinten Kr�fte seiner Frau und des Bischofs zum Christentum �bertrat und schliesslich um 500 n. Chr. in Reims zum K�nig geweiht wurde, war die "Heilige Ampulle" fester Bestandteil der Kr�nungszeremonie in Frankreich. (22) Urspr�nglich in Form einer kleinen, bauchigen Phiole mit gestrecktem Hals, gestaltete sich das Aussehen der "Heiligen Ampulle" ab dem 16. Jahrhundert abwechslungsreicher. (23) Im Mus�e des Antiquit�s von Rouen - der Stadt, in der Duchamp zur Schule ging,� seine Eltern bis 1925 wohnten und er 1968 im Familiengrab beigesetzt wurde - befinden sich zwei kleine solcher Flakons (Abb. 5), die im 18. Jahrhundert zum Bewahren von Weihwasser hergestellt worden sind und Duchamps der g�ngigen �berlieferung nach in einer Pariser Apotheke f�r "Pariser Luft" (Abb. 6) erworbenem Glasbeh�ltnis weitaus �hnlicher sehen als jedweder um 1919 hergestellte pharmazeutische Gegenstand. (24) �brigens nicht nur die "Heilige Ampulle" wurde bei Kr�nungszeremonien eingesetzt. Duchamps beschrifteter "Kamm" von 1916 erinnert an� weitere bei diesem Ritual oft verwendete Objekte: K�mme, meist aus Elfenbein bzw. "wertvollem Metall gefertigt und mit biblischen Zitaten oder anderem verziert" (Abb. 7). (25)

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Abb. 5
Abb. 6
Abb. 7
Zwei "Heilige Ampullen", ca. 1750, Hoehe: 35 mm (Fotografie: Yohann Deslandes, Mus�es Departementaux de la Seine-Maritime, Mus�e des Antiquit�s, Rouen, 2000)
Marcel Duchamp, Pariser Luft, 1919
Kamm aus den roemischen Katakomben, aus: Henry John Frasey, "The Use of the Comb in Church Ceremonies," in: The Antiquary XXXII (January/December 1896), S.� 312-316, 313.

 

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Abb. 8
Marcel Duchamp, Pariser Luft, 1964

Bleibt die Form von Duchamps "Pariser Luft" zumindest zweideutig, so enth�lt auch der Titel dieses Objekts, dessen Status als letztes, eigentliches Readymades Duchamp in einem Interview von 1959 best�tigt, (26) ein weiteres R�tsel. Die verschiedenen Versionen von "Pariser Luft", entstanden zwischen 1919 und 1964 (Abb. 8), unterscheiden sich in ihrem Volumen und werden doch alle mit demselben Fassungsverm�gen benannt: 50 cc. Bei einer genauen Untersuchung stellt man fest, dass keine Version tats�chlich genau die angegebenen f�nfzig Kubikzentimeter Luft enth�lt. (27) Was vorerst als intelligenter Dada-Scherz durchgehen mag, das f�gt sich in der Gesamtbetrachtung von "Pariser Luft" zu einem noch trickreicheren Ganzen. Denn auch die Existenz dieses Readymades als massenhaft produzierter Gebrauchsgegenstand muss nicht nur aufgrund der N�he zur "Heiligen Ampulle" in Frage gestellt werden. Von seinem Frankreichaufenthalt bringt Duchamp 1919 "Pariser Luft" dem Sammlerehepaar Louise und Walter Arensberg� aus Paris mit, wo ein Apotheker die mit Fl�ssigkeit gef�llte Ampulle aufgebrochen, geleert und wieder zugeschweisst haben soll. Zu beachten ist dabei aber, dass Apotheker zu dieser Zeit meist ausgebildete Glasbl�ser waren. (28) Und als Duchamp 30 Jahre sp�ter seinen Freund Henri-Pierre Roch� darum bittet, ihm aus Paris eine m�glichst �hnlich aussehende Ampulle zuzusenden (w�hrend� seinem Aufenthalt bei den Arensbergs in Kalifornien musste Duchamp feststellen, dass "Pariser Luft" von 1919 zerbrochen war, weswegen er Roch� unmittelbar um Ersatz ersuchte), dann ist wahrscheinlich, dass Roch� dieses zweite Readymade von "Pariser Luft" ebenfalls herstellen liess. (29)

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Abb. 9
Marcel Duchamp, Weibliches Feigenblatt, 1961

Auf dem gleich unterhalb des Glashakens angebrachten Typenschild des Originals von 1919 befindet sich ausserdem vor der Bezeichnung "S�rum Physiologique" ein Asterisk: *. In der Sprachtypologie bedeutet der kleine schwarze Stern, dass es sich bei dem ihm folgenden Wort um eine erschlossene, nicht schriftlich belegte Form handelt. Zudem wird der Asterisk verwandt, um in einem gegebenen Kontext W�rter zu unterscheiden, deren Herkunft bzw. Gebrauch unklar bleiben. In Duchamps posthum ver�ffentlichten Notizen taucht der Asterisk gleich zweimal als Wortspiel auf, als "Asstricks" (deutsch etwa "Arschtricks"), wobei sich der gesamte Titel von "Pariser Luft" ausgerechnet auf der R�ckseite einer wichtigen Bemerkung zum Inframince wiederfindet. (30) Soviel der Asterisk �ber den Readymade-Charakter von "Pariser Luft" preisgeben mag, soviel Aufschluss k�nnen die "Asstricks" vielleicht �ber ein sp�teres Objekt Duchamps zu geben, sein "Weibliches Feigenblatt" (Abb. 9) von 1950/1961.

 

Weibliches Feigenblatt, 1950/1961

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Abb. 10A
Abb. 10B
Marcel Duchamp, Gegeben sei: A. Der Wasserfall / B. Das Leuchtgas, 1945-1966 (Innen- und Aussenansicht)

Als Marcel Duchamp erstmals sein "Weibliches Feigenblatt" 1953 in der New Yorker Rose Fried Gallery ausstellte, konnten die Rezensenten nat�rlich noch nicht ahnen, dass es neben drei weiteren erotischen Objekten auf die vom K�nstler geheim gehaltene und erst nach seinem Tod im Philadelphia Museum of Art ab 1969 �ffentlich ausgestellte Installation "Gegeben sei: 1. Der Wasserfall/ 2. Das Leuchtgas" (1945-1966) (Abb. 10A und 10B) (31) verwies. Die New York Times sprach von "bizarren Artefakten" und Arts & Decoration beschrieb das "Weibliche Feigenblatt" als "aus Gips, dreieckig [und] tr�s femelle". (32) Duchamp indes arbeitete zu dieser Zeit bereits an seinem letzten Hauptwerk und das "Weibliche Feigenblatt" sollte sich retrospektiv als deutlicher Hinweis auf den wichtigsten Bestandteil dieses letzten Hauptwerks herausstellen: die markant entbl�sste, kahlrasierte wie ge�ffnete weibliche Scham als zentraler und am hellsten ausgeleuchteter Fluchtpunkt von "Gegeben sei...".

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Abb. 11
Marcel Duchamp, Weibliches Feigenblatt, 1961 (Computergraphik von Yong Duk Jhun/ASRL, 2000)

Aber ist das "Weibliche Feigenblatt" tats�chlich als positiver Gipsabdruck der Vulva des weiblichen Torso von "Gegeben sei..." bzw. als Abdruck eines lebenden Modells anzusehen, wie das Francis M. Naumann in seiner Besprechung des Werks wiederholt auff�hrt? (33) Dieser Auffassung l�uft allemal die Eintragung zum "Weiblichen Feigenblatt" in Richard Hamiltons Katalog zur grossen Duchamp-Retrospektive von 1966 in der Londoner Tate Gallery entgegen: "[E]in enigmatisches Objekt, scheinbar ein Abdruck der weiblichen Scham, tats�chlich aber handgefertigt." (34) Des weiteren hat Thomas Zaunschirm schon 1983 Zweifel bez�glich der anatomischen Korrektheit des "Weiblichen Feigenblatts" angemeldet. (35) Bei soviel kursierender Unklarheit konnte im Sommer 2000 bei zahlreichen Versuchen des Art Science Research Laboratory mit Gipsabdr�cken weiblicher Geschlechter (36) zu folgendem, verbl�ffendem Ergebnis gelangt werden (37) :� Das ASRL in Form der 1961 gefertigten Bronzeversion vorliegenden "Weibliche Feigenblatt" ist geschlechtsspezifisch nicht eindeutig zuzuordnen. Die Ausbuchtung der in der Mitte des Objekts vertikal verlaufenden Linie stellt einzig das Perineum dar, also den zwischen unterem Vulvaansatz� (bei der Frau) bzw. Skrotum (beim Mann) und After befindlichem Damm (Abb. 11). Dass Duchamp bei seinem "asstrick" mit den Geschlechtern spielt mag bei einem bis ins Mark ambivalenten K�nstler nicht verwundern, der die Mona Lisa mit Oberlippen- und Kinnb�rtchen versieht ("L.H.O.O.Q.", 1919), �ber Jahre ein weibliches Alter Ego namens "Rrose� S�lavy" f�r seine Werke verantwortlich zeichnen und sich wiederholt in Frauenkleidern ablichten l�sst (1920, 1921). Bei der fortschreitenden Entschl�sselung von "Gegeben sei..." und den sich auf dieses Werk beziehenden Arbeiten und Notizen darf bis hin zum Torso seiner letzten Installation aller Voraussicht nach mit weiteren androgynen �berraschungen gerechnet werden.

 

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Notes

[20] Die folgenden Beobachtungen zu "Pariser Luft" fassen einige der zuerst im Dezember 1999 in "Tout-Fait" ver�ffentlichten Ergebnisse zusammen; siehe Thomas Girst und Rhonda Roland Shearer, "'Paris Air' or 'Holy Ampule'?", in: "Tout-Fait: The Marcel Duchamp Studies Online Journal" 1, 1 Articles (December 1999) <http://www.toutfait.com/issues/issue_1/Articles/ampul.html>

[21] "L'�checs, C'est Moi", in" Pierre Cabanne, "Dialogues with Marcel Duchamp", New York: Da Capo, 1987, S. 13-14 [meine �bersetzung]. Schon in seinem Gem�lde von 1965 - Salvador Dal� in the Act of Painting Gala in the Apotheosis of the Dollar, in which One may also Perceive to the Left Marcel Duchamp Disguised as Louis XIV, behind a Curtain in the Style of Vermeer, which is but the Invisible Monument Face of the Hermes of Praxiteles � hat Dal� Duchamp als franz�sicshen Sonnenk�nig dargestellt. Duchamp selbst spielte 1957 in Hans Richters Film "8x8" einen schwarzen K�nig und trug anl�sslich der Feierlichkeiten zu seinem 70. Geburtstag eine grosse Krone auf dem Kopf. Mindestens drei fr�he Werke Duchamps (alle von 1912) tragen,vom Schachspiel ausgehend, das Wort "K�nig" im Titel.

[22] Zur Geschichte und Legende der "Heiligen Ampulle" siehe Patrick Demouy, "Du Bapt�me du Sacre", in: "Connaissance des Arts" 92 (1996), S. 7-9.

[23] Siehe Jacqueline Bellanger, "Verre: D'Usage et de Prestige. France 1500-1800", (Paris: �ditions de l'Amateur, 1988); Etienne Michon, "La Collection d'Ampoules � Eulogies du Mus�e du Louvre," M�lang. Archeol. Hist. 12 (Rome, 1892), S. 183-201. Diese Quellen verdanke ich den Hinweisen von Virginia Wright and Rosalind S. Young, Corning Museum of Glass, New York.

[24] Laurence Flavigny, Konservatorin am Mus�e des Antiquit�s, Rouen, konnte keine Auskunft dar�ber geben, seit wann die Phiolen Bestandteil� in der Sammlung des Museums sind. Rhonda Roland Shearer hat schon fr�h auf� die materielle Unm�glichkeit eines medizinischen Infusionsbeh�ltnisses mit Glashaken hingewiesen; siehe Rhonda Roland Shearer's "Marcel Duchamp's Impossible Bed and Other 'Not' Readymade Objects: A Possible Route of Influence From Art to Science", Part 1, in: "Art & Academe" 10, 1 (Fall 1997), S. 26-62. Dem widerspricht Dr. Tobias Else, Hamburg, in seinem Leserbrief an "Tout-Fait": siehe "'Infusion Ball' or 'Holy Ampule'"? Tobias Else responds to 'Paris Air or 'Holy Ampule?' (with a reply by Rhonda Roland Shearer)", in: "Tout-Fait: The Marcel Duchamp Studies Online Journal" 1, 2 Letters (May 2000) <http://www.toutfait.com/issues/issue_2/Letters/else.html>.Else zeigt auf, dass vor allem ein von Maurice Boureau 1898 entwickelter "Infusionsball" aus Glas Duchamps "Pariser Luft" sehr �hnlich ist, und gleichfalls, wie auf Duchamps Typenschild ausgezeichnet, "S�rum Physiologique" enthielt, die Bezeichnung f�r eine einfache Sodium-Chlorid-L�sung. Die grosse, im Art Science Research Laboratory, befindliche� Sammlung pharmazeutischer Glasampullen beherbergt kein Duchamps "Pariser Luft" entfernt �hnliches Objekt, deren Existenz gleichfalls von Prof. Gregory Higby, School of Pharmacy, University of Wisconsin, ebenso vehement bestritten wird (aufgezeichnete Telefonnachricht vom Sommer 1998, Archiv ASRL).

[25] Henry John Frasey, "The Use of the Comb in Church Ceremonies," in: "The Antiquary" XXXII (January/December 1896), S. 314, 312-316.

[26] siehe Serge Stauffer (Hrsg.), "Marcel Duchamp: Interviews und Statements", Graphische Sammlung Staatsgalerie Stuttgart/Edition Cantz, 1992,� S. 75.

[27] Die im November 1999 im Art Science Research Laboratory durchgef�hrten Tests ergaben f�r die Schwarz Edition von "Pariser Luft" aus dem Jahr 1964 ein Volumen von 123 cc; f�r die insgesamt etwa 300 Miniaturversion der verschiedenen "Schachteln" sowie der "Schachtel-im-Koffer" wurden 35 cc festgestellt. Die "Pariser Luft" von 1949 und jene von 1963 wirken etwas kleiner als das Original von 1919, dass gleichfalls einen volumin�seren Bauch als die Edition von 1964 aufweist (an diesen drei Versionen konnten keine Messungen vorgenoimmen werden).

[28] siehe Fax von Virginia Wright, Corning Museum of Glass, New York, 27. April 1998 (Archiv ASRL); ebenso W.A. Shenstone, "The Methods of Glass Blowing and of Working Silica in the Oxy-Gas Flame", London: Longman's, 1916, S. 7; hier wird ein ein Gasbrenner f�r kleine Arbeitsr�ume aufgef�hrt� (�hnliche B�cher waren in Frankreich zu dieser Zeit wohlbekannt).

[29] siehe Duchamps Brief vom 9. Mai 1949 an Roch�, in: William Camfield, "Marcel Duchamp: Fountain", Houston: Houston Fine Arts Press, 1989, S. 76. Am 29. Mai schreibt Duchamp abermals an Roch� und bittet ihn erneut darum, sich bzgl. "Pariser Luft" an die von ihm in seinem ersten Brief angegebene Gr�sse (125 cc) zu halten, da Roch� ihm zwischenzeitlich empfohlen zu haben scheint, doch einfach eine Miniaturversion aus der "Schachtel" zu verwenden (siehe Ecke Bonk, "Marcel Duchamp: The Box-in-a-Valise", New York: Rizzoli, 1989, S. 202). Wahrscheinlicher, als dass Roch� nach vorerst vergeblicher Suche und drei Jahrzehnte sp�ter in Paris eine der (als Massenprodukt wom�glich non-existente) Version von 1919 �hnliche Ampulle f�r "Pariser Luft" aufzutreiben vermag, ist die M�glichkeit, dass Roch� die "Pariser Luft" von 1949 bei der Glasbl�serei Obled herstellen liess. Diese befand sich unweit von Duchamps Atelier und war bei der Herstellung der Miniaturversionen von "Pariser Luft" f�r die "Schachtel" involviert (Ibid.).

[30] Siehe "Marcel Duchamp, Notes", 1980, Notizen 217 und 235; auf dem Verso von Notiz 32 befindet sich die Notiz "50 cent. cubes d'air de Paris" (im Buch nicht reproduziert). Zu Duchamps Wortspiel "Asstricks" f�llt Andr� Gervais in seinem "La raie alit�e d'effets: Apropos of Marcel Duchamp", Qu�bec: Hurtubise, 1984, S. 242, folgendes ein: "asstricks: tours du cul, arse et attrapes, trucs cul(s) lent(s), etc." In einer e-mail an den Autor vom 6. Dezember 1999 weist Gervais auf die vielen Asteriske in einem anderen Werk Duchamps hin, der Manuskriptseite "The" von 1915.

[31] Zur Vordatierung von Duchamps aktiver Arbeit an "Gegeben sei�" um ein Jahr, siehe Thomas Girst, "Duchamp's Window Display forAndr� Breton's Le Surr�alisme et la Peinture (1945), in: "Tout-Fait: The Marcel Duchamp Studies Online Journal 2, 4 Articles (January 2002) <http://www.toutfait.com/issues/volume2/issue_4/articles/girst/girst1.html>

[32] "Marcel Duchamp/Francis Picabia", Rose Fried Gallery, NY, 7. Dezember, 1953 � 8. Januar 1954; bzgl. der Rezensionen siehe Stuart Preston, "Diverse Facets: Moderns in Wide Variety", in: The New York Times. December 20, 1953, sect. 10, S. 11 [meine �bersetzung] sowie James Fitzsimmons, "Art", in: Arts & Decoration, February 1953, S. 31 [meine �bersetzung].

[33] Siehe Francis M. Naumann, "The Mary and William Sisler Collection", New York: The Museum of Modern Art, 1984, S. 214 sowie Naumann, "Marcel Duchamp: The Art of Making Art", S. 171.

[34] Siehe Ausst.-Kat. "The Almost Complete Works of Marcel Duchamp" (Tate Gallery, London, 18. Juni � 31 Juli 1966), S. 10 [meine �bersetzung]. In einem Telefongespr�ch mit dem Autor vom 29. Juni 1999 best�tigte Richard Hamilton erneut seine Feststellung von 1966:� In einer Unterredung zwischen Hamilton und Duchamp habe sich der K�nstler dar�ber gewundert, wie man davon ausgehen k�nne, dass er eine Frau der Prozedur eines solchen Abdrucks unterziehen w�rde und machte mit seinen Daumen und Zeigefinger eine modellierende Geste, um Hamilton zu erkl�ren, wie "Weibliches Feigenblatt" tats�chlich entstanden sei.

[35] Siehe Thomas Zaunschirm, "Marcel Duchamps Unbekanntes Meisterwerk", Klagenfurt: Ritter, 1986, S. 138 (mit der Abbildung des Gipsabdrucks eines weiblichen Geschlechts: "Bisherige Interpretationen haben kritiklos Duchamps Angaben �bernommen, doch selbst dabei bleibt das meiste r�tselhaft".

[36] Hierf�r stellten sich im v.a. die jungen amerikanischen Collegestudentinnen Tracy Berglund und ihre Freundin Nancy Hankins bereitwillig zur Verf�gung.

[37] Im folgenden fasse ich u.a. die Ergebnisse von ASRL und Rhonda Roland Shearer zusammen, die erstmalig am 21. November 2000 bei Shearers Vortrag "This is Not a Vulva Mold (and Other Discoveries Regarding How and Why Duchamp's Readymades Are Not Readymades)" im Bard College, Annendale-on-Hudson, NY, pr�sentiert wurden.

 

Abb. 6, 8, 9, 10A, 10B, 11
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